Die Herausforderungen für Bayerns Waldbesitzer bleiben groß. Nach wie vor macht vor allem der Borkenkäfer den Wäldern zu schaffen. Die Beseitigung von Käferschäden sowie Wiederaufforstung und Waldumbau kosten große Summen an Geld. Die Staatsregierung hat bei der jüngsten Kabinettsitzung in Bamberg weitere Unterstützungsleistungen angekündigt. Insgesamt werden jedoch andere Prioritäten gesetzt: Die Bundesregierung hatte Ende vergangenen Jahres Finanzmittel in Höhe von einer Milliarde Euro für einen Tropenwaldfonds, der dem Schutz der Regenwälder dienen soll, zugesagt.
Dazu erklärt Harald Meußgeier als waldpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion:
„In manchen Regionen Bayerns wie dem Frankenwald sind die Wälder durch den Borkenkäfer bedroht. Begünstigt wird dies durch hohe Bestände an Fichten und die Trockenheit der letzten Jahre. Wiederaufforstungen und ein besonnener Waldumbau sind kostenintensiv. Die Waldbesitzer sind auf Unterstützung angewiesen.
Zugleich wird viel Steuergeld für ferne Wälder zur Verfügung gestellt. Der von Brasilien initiierte Fonds TFFF (Tropical Forest Forever Facility) ist ein risikoreiches Konstrukt, denn es handelt sich um einen Fonds, in den Staaten und private Investoren einzahlen, wobei lediglich die teilnehmenden Staaten das wirtschaftliche Risiko tragen. Der deutsche Steuerzahler hat also mal wieder das Risiko – und das bei einem Projekt, bei dem nicht einmal gesichert ist, dass die Investitionen dem Tropenwald zugutekommen!
Die Bundesregierung sollte das Geld lieber in konkrete Maßnahmen stecken, die einen bleibenden Wert für unsere heimischen Wälder haben, anstatt das Weltklima retten zu wollen. Und die Staatsregierung fordere ich auf, sich in Berlin für die Belange der Waldbesitzer im Freistaat einzusetzen. Konkrete Wiederaufforstungen im Bayerischen Wald oder im Frankenwald sind werthaltiger und nachhaltiger als Milliardeninvestitionen in einen fragwürdigen und risikoreichen Tropenwaldfonds.“
